Am Sonntag veranstaltete die CDU bei Cords Catering in Velpe eine Podiumsdiskussion für die Jugend. Diana Kinnert war eingeladen, die unter den Jüngeren eine bekannte CDU Politikerin ist. Sie selber ist erst 29 Jahre alt, hat aber eine positive Ausstrahlung gepaart mit Wissen und Erfahrung.

Das Podium (v.l.) Mathias Krümpel Landratskandidat der CDU, Diana Kinnert, Bürgermeisterin Annette Grosse-Heitmeyer und Phillip Schönfeld Stellvertretender Kreisvorsitzende Junge Union

Es waren an die 40 Zuhörer nach Velpe gekommen und über Facebook waren 30 Zuhörer live zugeschaltet, die sich informieren und mitdiskutieren wollten. Diana Kinnert berichtete, wie Sie zur CDU gekommen sei. An vier Veranstaltungen hätte Sie teilgenommen, ohne dass irgend jemand auf sie zugekommen wäre, aber zumindest wollte der CDU Bundestagsabgeordnete bei ihr Bier bestellen, trotzdem ist sie Mitglied geblieben. In den nächsten Jahren war Diana Kinnert beim Jugendbeirat der Konrad Adenauer Stiftung tätig und wurde von Angela Merkel für eine Überarbeitung des Parteiprogramms angesprochen. Die Frage an Sie war, wie man den Zugang zu den Jungendlichen bekommen kann. In der Presse war danach zu lesen : „Die CDU wird jünger, weiblicher und bunter!“ Zu diesem Thema veröffentlichte Sie das Buch „für die Zukunft seh ich schwarz“. Die Art zu leben habe sich geändert, die Jugend sei halt nicht mehr so wie früher, ortsgebunden und in Vereinen organisiert. Die Jugend sei international und digital unterwegs. Die Digitalisierung habe die Welt verändert, so die Aussagen von Diana Kinnert, die mühelos aus den verschiedensten Studien Zahlen und Fakten zitierte. Die Jugendlichen lassen sich zwar für ein Thema oder ein Projekt begeistern, aber nicht mehr uneingeschränkt für eine Partei. Hinzu komme das Gefühl der Ohnmacht, man kann ja sowie nichts ändern, da nicht vor Ort entschieden wird, sondern die Entscheidungen ganz oben getroffen werden. Die Jugend muss mit Zukunftsthemen angesprochen werden und vor allem sei Einsamkeit ein Thema, bei dem sich viele angesprochen fühlen. Die „alten weißen Männer“ sind bis heute meistens die Mehrheit in der Politik und damit die Entscheidungsträger. Aber die Politik wird von der Jugend nur dann interessant und akzeptiert, wenn die Jugend mit entscheiden kann.

Die konkreten Fragen, die die Jugendlichen aus Velpe bewegten, war, wie die Anbindung mit Bus/Bahn an die Orte Ibbenbüren, Osnabrück und Rheine, und die Kritik an der Höhe der Fahrpreise im ÖPNV.

Hier sah aber keiner der Politiker eine sofortige Lösung, auch wenn Bahnhof Velpe und Verbesserung der Anbindungen mit der RVM auf der Agenda stehen. Die RVM wird bereits zu 60 % subventioniert um das heutige Busnetz darzustellen. Das Thema Klimaschutz und auch Friday for future wurde von Phillip Schönfeld angesprochen. Umweltschutz und Klimapolitik seien die Themen, die die Jugend beschäftigt, worüber in der Schule gesprochen werden soll und wofür junge Menschen sich engagieren wollen. Mathias Krümpel sagte, dass der Kreis mit Th. Kubendorff und Dr. K. Effing den energieautarken Kreis Steinfurt vorangetrieben haben. Weiterhin steht der Ausbau des Radwegenetzes von Ibbenbüren bis nach Lotte auf der Prioritätenliste. Es wurde angesprochen, was die CDU für die Zukunft machen muss – Thema Überalterung. Es müssen mehr Frauen, mehr Menschen mit Migrationshintergrund, mehr Jugendliche an der Politik teilhaben können. Phillip Schönfeld sprach sich für passgenauere Projektangebote für die Jugendlichen aus, ohne dass man gleich Parteimitglied sein muss. Annette Grosse-Heitmeyer forderte die Jugend auf, an Projekten in der Gemeinde mitzuarbeiten - Beispiel Jugendparlament. Und auch der Frauenanteil ist wichtig, aber in diesem Bereich ist die CDU Westerkappeln bereits sehr gut aufgestellt

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